2009-09-27

Ja zu HarmoS im Kanton Bern

Von priskagruetter @ 18:11 [ kantonale Politik ]
Die Polit-Bloggerin meldet sich zurück und freut sich über das Ja zu HarmoS im Kanton Bern.

Zwar ein knappes Ja, aber eines, das mich erleichtert. Von allen aktuellen Abstimmungen und Wahlen, die heute entschieden wurden und werden, war mir der Entscheid zu HarmoS am wichtigsten und emotional am nächsten. Bildung ist unser wichtigstes Kapital und da ist es wichtig, dass wir als einer der grössten Kantone an vorderer Fornt mit dabei sind, wenn es um die schweizerische Harmonisierung der Schulsysteme geht.

Ich danke allen Bernerinnen und Bernern, welche mit ihrem Ja zu Harmos zu diesem weisen Entscheid beigetragen haben. Ganz besonders danke ich all denen, die sich in irgendwelcher Weise für dieses positive Ergebnis engagiert haben. Insbesondere Mark Balsiger, der pausenlos für ein Ja geworben hat.

Tatsächlich war ich mir nicht so sicher und nachdem sich beim Auszählen der Resultate in meinem Dorf Roggwil ein klares Nein zeigte, rechnete ich nicht mehr mit einem Ja. Wiedermal haben die grossen Städte wie Bern und Biel das Resultat massgeblich beeinflusst.

HarmoS Ja

Auch mit den anderen Abstimmungsergebnissen bin ich zufrieden.

Herzliche Gratulation sende ich nach Aegerten im Berner Seeland, wo mein JUSO- und SP-Kollege Stefan Krattiger zu einem der jüngsten Gemeindepräsidenten in der Region gewählt wurde!

2009-03-19

Die Wahlkämpfe nahen...

Von priskagruetter @ 00:26 [ kantonale Politik ]
Fast zu jeder Zeit ist irgendwo Wahlkampf. Aber nicht immer bin ich betroffen. Bald schon, konkret in einem Jahr, finden im Kanton Bern wieder Wahlen statt. Kantonswahlen, wo ich betroffen sein will und werde. Ich will Grossrätin werden. Die kantonale Politik bestimmt so vieles auf Gemeindeebene und da will ich, nachdem ich nun auf Gemeindeebene gesehen habe, wie und wo was läuft, mitbestimmen können. Einiges ist kantonal auf guten Wegen, anderes wäre noch voranzutreiben oder zu initiieren.
Ein Jahr vor den nächsten Wahlen ist relativ früh. Und trotzdem muss man sich bereits da Gedanken machen, was man will. Dazu besuche ich einen Kurs, der auf genau diese Grossratswahlen abziehlt und da plant man/frau schon anders.
Nominiert bin ich natürlich noch keinenfalls, aber ich werde mich auf jeden Fall für einen Platz auf der SP Liste bemühen.
Daneben stelle ich mich bereits jetzt auf den Wahlkampf ein. Es gibt noch vieles zu tun. Und mit diesem Eintrag beginne ich, meinen Blog wieder mehr zu bewirtschaften. Wahlkampf im Internet gehört für mich auf jeden Fall dazu. Dazu wartet meine Homepage auf eine Aktualisierung, meine Adresslisten müssen aufgebaut werden, ich muss mir HelferInnen suchen, u.s.w.
Wahlkampf ist zwar spannend und lehrreich, aber auch immer Energie- und Arbeitsaufwendig. Und letztlich zählen ja immer die Inhalte und deshalb scheint es oft vermessen, den Kampf um ein Mandat als zu wichtig darzustellen. Trotzdem kann man vorallem durch Mandate viel erreichen. Und deshalb lohnt sich der Kampf darum. Und ich stehe gerne dazu: Wahlkampf macht mir Spass.
Ich freue mich darauf und ihr werdet sicher noch einiges von mir darüber hören!

2008-04-22

Fit fürs Rathaus

Von priskagruetter @ 00:33 [ kantonale Politik ]
Gelichstellung

Morgen beginnt für mich bereits der Wahlkampf für die Grossratswahlen 2010.
Ich starte mit einer Weiterbildung "Fit fürs Rathaus. Persönliches Wahltraining für Frauen in fünf Modulen." Dies ist ein Angebot der kantonalen Fachkommission für Gleichstellungsfragen, des Vereins Frau und Politik und der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Immerhin beträgt der Frauenantei im Grossrat nur 32%! Da braucht es schon einen extra-Effort um hier Gleichstellung zu erreichen.

Für den wirklichen Wahlkampf ist es schon noch etwas zu früh. Schliesslich verdaut meine Partei immer noch die Niederlage der letzten grossen Wahlen. Ans Nominieren der Kandidaten für die kantonalen Wahlen denkt wahrscheinlich noch kaum jemand.
Aber solche Angebote zu Weiterbildung und Unterstützung muss man nutzen. Nicht zu unterschätzen ist gerade auch der Faktor "Netzwerk". In der Politik muss frau vernetzt sein.
Und wer Erfolg haben will, muss früh mit der Planung beginnen. Schliesslich ist Planung und Taktik nicht (nur) Männersache!
Ich freue mich bereits jetzt auf den Wahlkampf 2010!

2007-06-06

Stimmrechtsalter 16: Danke lieber Grossrat!!!

Von priskagruetter @ 00:42 [ kantonale Politik ]

Berner Grossrat stimmt dem Stimmrechtsalter 16 zu :-)

Stimmrechtsalter 16 ist ein wichtiges Anliegen für mich. Vorallem wegen der persönlichen Betroffenheit. Ich hätte mir mit 16 Jahren sehnlichst gewünscht, dass meine Meinung nicht nur in Jugendorganisationen (Jugendparlament und Jungparteien) zählen würde, sondern dass ich auch von der "grossen" und "wichtigen" Politik ernst genommen werden würde.
Gestern standen einige Jugendliche vor dem Rathaus und begrüssten die Grossrätinnen und Grossräte zu ihrer Session, verbunden mit der Bitte, ihrem Anliegen zuzustimmen. Bereits da hatte ich einige Diskussionen, die mich ob der Argumentation einiger PolitikerInnen z.T. erschrecken liess (z.B. meine beiden Kinder wollen mit 16 und 17 Jahren nicht stimmen gehen, also wollen es die Jugendlichen garnicht. Stichhaltig???Repräsentativ???).
Anschliessend an die Aktion verfolgte ich die Debatte von der Zuschauertribüne aus.
Traurig, wie sich einige Politiker zu der Jugend äussern. Dabei darf man nicht vergessen, dass die heutige Jugend der Nachwuchs der heutigen Erwachsenen ist. Weshalb traut man der eigens aufgezogenen und erzogenen Jugend nicht zu, dass sie entscheidungsfähig sind. Nach 16 Jahren Erziehung und 9 Jahren Schule soll man noch nicht zu einem Urteil fähig sein?
Die meisten Jugendlichen seien nicht politisch interessiert. Wird man denn nur wahrgenommen, wenn man negativ auffällt?
Des weiteren wurden noch einige Argumente aufgezählt, die ich nicht nachvollziehen kann. Dass die SVP dagegen ist, hatte ich nicht anders erwartet. Vom Freisinn hätte ich hingegen mehr Liberalismus bei dieser liebralen Vorlage gewünscht. Man muss ihnen aber zugute halten, dass sie sich nicht geschlossen gegen die Vorlage stellte, sondern jeder einzelne für sich entscheidne konnte und sich einige tatsächlich für eine JA-Stimme entschieden.
Und nun ein weiteres Beispiel, dass Politik spannend sein kann: nach vielen Pro- und Kontra-Referenten folgte die lang ersehnte und doch gefürchtete Abstimmung.
Ich gebs zu: ich war nervös! Ich drückte die Daumen und starrte gebannt auf die Resultate-Tefel. Endlose Sekunden vergingen und ich konnte beim besten Willen nciht abshcätzen, ob dort nun mehr rote oder mehr grüne Punkte zu sehen waren. Dann endlich die erlösenden Zahlen: 79 Ja, 74 Nein, 1 Enthalten. Juhui, erste Hürde geschafft! Und schon rannte ich fast aus dem Rathaus um doch noch rechtzeitig an die Uni zu kommen.
Mein Tag hat also mit (spannender und emotionaler) Politik begonnen und er endet mit diesem politischen Blog-Eintrag.
Passt ja, denn letztlich ist das ganze Leben Politik! Eine spannende Sache!