2009-07-29

Mein Indien-Abenteuer startet...

Von priskagruetter @ 00:51 [ Reisen ]
...morgen Mittag mit dem Flug nach Dehli. Und mein Blog wird damit in den nächsten sechs Wochen zum Reise-Blog.

Reise Indien

Die wichtigsten Dinge liegen bereit: Pass mit Visum, Geldgürtel, indische Rupien und ein Insekten-Spray. Natürlich ist mein Rucksack noch mit vielem anderem bepackt. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich wieder einmal einiges vergessen habe. Aber egal. Auch in Indien gibt es Läden, wo man sich Dinge kaufen kann.
Ich bin gespannt. Sehr gespannt. Für mich ist es das erste Mal, dass ich ohne Organisation auf eigene Faust so lange in einem so fernen Land herumreise. Aber ich bin noch nciht wirklich nervös und äusserst zuversichtlich. Die ersten drei Wochen reise ich mit einer guten Freundin, danach schlage ich mich alleine durch.

Nun, ich kann heute noch nicht versprechen, dass ich oft und regelmässig aus Indien bloggen werde, aber sofern möglich, bemühe ich mich schon, ab und zu in ein Internet-Café zu gehen, und meinen Bolg zu füttern. Und wenn möglich, lege ich auch immer ein paar Fotos bei.
Ich freue mcih auf die Reise und lasse meine LeserInnen gerne daran teilhaben.

Bis bald aus Indien!

2009-07-15

Im politischen Sommerloch, das Reisefieber erwartend

Von priskagruetter @ 22:50 [ persönliches & diverses ]
Soviel zu meinem momentanen Zustand und dem Grund für die Blog-Pause. Sommerloch auch bei mir. In der Zeitung steht nicht viel Schlaues. Ich mag momentan auch gar nicht gross politisieren und politische Themen suchen. Ferien von meinem Hobby.
Für alle, die es interessiert, was ich sonst so mache und wie ich mein Polit-Sommerloch fülle: ich gehe einem netten Sommerjob nach und hüte drei Wochen lang an vier Mörgen fünf Kinder. Bei anständigem Wetter kann man da gut baden gehen oder kleine Ausflüge in den Wald machen. Sonst muss man halt mit Spielen Zuhause vorlieb nehmen.
Daneben plane ich so langsam meine Indien-Reise. Visum beantragen, Ausrüstung kaufen, ungefähre Route planen, ... Mal schauen, wie das heraus kommt. Am 29. Juli fliege ich ab. Und ab dann wird mein Blog für 6 Wochen wieder mal zum Reise-Blog, sofern ich überhaupt oft ins Internet komme.
Und zu guter Letzt bin ich ab Freitag auf dem Gurten. Wieder einmal das OpenAir auf dem Hausberg geniessen und gemütlich unten am Berg campieren. Er hat schon aufgebaut. Mal schauen, wie gross die Schlammschlacht wird.

2009-07-06

ach übrigens: in Langenthal gibt es nun auch ein Minarett...

Von priskagruetter @ 15:55 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Eigentlich ist es nichts Neues mehr: die Islamische Glaubensgemeinschaft Langenthal und Umgebung hat nun endlich ihr Gesuch bewilligt erhalten und darf ein Minarett auf das Garagedach in Langenthal, unter welchem der Gebetsraum ist, bauen.
Das erste Gesuch wurde zurückgewiesen und wurde nun angepasst und ergänzt wieder eingereicht und bewilligt. Es ist also nicht so, dass man sich in Langenthal gesagt hat: So ein Türmchen wollen wir hier auch haben, so bleiben wir im Gerede. Nein, ein Baugesuch für ein Minarett ist ein Baugesuch wie viele andere auch. Das wird gepfrüft und entweder entspricht es den baurechtlichen Normen oder nicht. Das muss auch in diesem Zusammenhang wieder einmal gesagt werden. Und im Grunde schreibe ich ungern über Baugesuche und Baurecht. Nicht mein Spezialgebiet. Allerdings wird in diesem Falle das erteilte Recht auf Grund der Gesuchsteller angezweifelt und politisch in Frage gestellt. Und da drängt es mich, wieder einmal zu betonen, dass ich es gut und richtig finde, dass in einem Rechtsstaat mit Verfassungsrechtlich garantierter Religionsfreiheit alle Menschen und Gruppierungen vor dem Baurecht auch gelich behandelt werden.
Grundsatzdiskussionen seien auf Grund der hängigen Initiative zu führen und nicht am Beispiel Langenthal. Wobei sich meine Meinung nicht mehr ändern wird.
Befürworter der Minarette bzw. Gegner der Initiative hört man selten - weil das Thema unpopulär ist? Ich mag mich da auch nicht jedesmal aus dem Fenster hängen. Irgendwie finde ich die Diskussion müssig. Baurecht auf eine Art zu ändern, dass es nach Religion unterscheidet, widerstrebt mir und meinem schweizerischen Demokratieverständnis und ist verfassungswidrig.
Leben wir Toleanz, bekämpfen wir die wirklichen Gefahren und nicht andere Menschen (z.B. Waffen wie Streumunition) und setzen wir auf eine positive Integration.

MInarett Wangen bei Olten


2009-07-05

WK zu Ende - Diensttage für 2009 geleistet

Von priskagruetter @ 22:18 [ Militär ]
Seit Freitag, 14.50 Uhr, ist es soweit - ich habe meinen Dienstpflicht für das Jahr 2009 erfüllt. Fast auf jeden Fall. Das Erfüllen der obligatorischen Dienstpflicht fehlt noch. Aber mit dem Entlassen meines Detachements von Motorfahrern am Standort des Logistikzentrums Othmarsingen wurde auch ich selber aus dem FDT 2009 der LW EKF Kp 33 entlassen.
Fast schon ein wenig wehmütig schaue ich auf die fast vier Wochen WK zurück und muss mich nun langsam aber sicher wieder mit dem Alltag voller Pendenzen, die nicht nach 4 Wochen verfallen, zurechtfinden. Meine Bilanz des WK 09 ist positiv. Im Grossen und Ganzen haben mir die Diensttage gut gefallen und ich habe wieder vieles erlebt, gelernt, erfahren, gesehen, diskutiert und bin nun um einige Erfahrungen reicher.
Ein positives Fazit heisst aber nicht, dass alles einfach schön und gut war. Ganz und gar nicht. Ich erlebte Schwierigkeiten und Situationen, die ich so in meinem Alltag nie lösen und erleben muss. Ich hatte Konflikte, die ich sonst nie gehabt hätte und habe mich über diese und anderes geärgert, wie ich es sonst nicht tue. Aber aus all dem lernt man.
Schwierig war zum Teil auch die Veränderung innerhalb der Armee. Ursprünglich eine spezialisierte Truppe, wurde die Luftwaffen EKF (elektronische Kriegsführung) mit der Armee XXI durch Sicherungselemente verstärkt und damit infanteristisch angereichert. Parallel dazu wurde die Grün-Ausbildung von Jahr zu Jahr verstärkt und gegenüber dem Bereich elektronische Aufklärung mehr gewichtet. Die "alten" EKF-ler fühlten sich völlig im falschen Film, die neuen waren etwas erstaunt, dass es im WK ähnlich zu und her geht wie in der RS. Ich sehe das Problem vor allem darin, dass man offenbar früher zugunsten der Spezialisten und deren guten Arbeit wenig Gewicht auf das Militärische und Disziplinarische gelegt hatte, im Wissen, dass diese "Spezialisten" nicht auf Druck, sondern auf Motivation gute Arbeit leisten können, und sich aber neben dem Aufklären durchaus zu benehmen wissen. Durch die neue Grösse der Kompanie hat das nicht mehr gleich funktioniert. Zudem spürte man zunehmends den Druck von "oben", der eine bessere soldatische Grundausbildung verlangte.
Nächstes Jahr wird sich sowieso wieder vieles ändern. Die Sicherungselemente werden wieder aus unserer Kompanie abgezogen. Ebenso die Sanitäter. Dazu sind nun viele "altgediente Krieger" aus der Dienstzeit entlassen und die neueren wissen nicht mehr, wie es früher war, sondern haben gesehen, dass man jeden WK nehmen muss, wie er kommt.
Wir erhalten neue Systeme und müssen daran neu ausgebildet werden. Bis Ende WK konnte man uns nicht sagen, wie der WK im nächsten Jahr aussehen wird und wann er für wen stattfindet. Wir werden sehen.
Eine weitere Schwierigkeit in diesem WK war sicher die Kommunikation zwischen den Stufen, den Funktionen und den vielen Standorten, aber auch die vielen jungen und neuen Kader in allen Funktionen. Einige Schwierigkeiten sind in den Stufen oberhalb der Kompanie entstanden. Diese wurden an einem Schlussrapport mit den Zugführern, den Kommandanten und dem Abteilungs-Kommandanten rückgemeldet.
Wie jedes Jahr bedaure ich jeweils das Ende des WKs und freue mich auf den nächsten WK. Ganz besonders freue ich mich, dass gewisse Kader, die sich ab einigen Fehlern und Schwierigkeiten so geärgert haben und umteilen lassen wollten, nun doch bei unserer Kompanie bleiben. Und besonders danken möchte ich meinem Zug, der wieder einmal mit vollem Einsatz mitgemacht hat und zu einem tollen Einsatz auf unserem Standort beitrugt. War super mit euch!

Eurocopter
Auf diesem Weg hat mich der Abteilungs-Kommandant mit vier Stabs-Offizieren auf meinem Standort besucht.