2008-11-20

Quo vadis Schweiz?

Von priskagruetter @ 01:38 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Wenn ich den Auftritt von Herrn Alt-(möchte gerne wiedergewählter) Bundesrat Blocher im Tele Züri anschaue, so denke ich, muss langsam jedem klar werden, dass die Zeit dieses einst grossen Politikers vorbei ist. Was ich hier sehe, ist ein selbstgefälliger, alter Stürmi, der glaubt, nur er könne die Schweiz retten. Nur er könne mit der momentan schwierigen Situation umgehen. Alle anderen in seiner Partei wären nur zweitklassige Bundesräte. Die anderen Parteien seien nur neidisch auf seine angeblich ausergewöhnliche Leistung.
Und dann die irre Annahme, das selbe Parlament, welches ihn abgewählt hat, würde ihn allenfalls wieder wählen. Woher diese quere Idee?

Christoph Blocher bei Tele Züri

Quo vadis Schweiz, wenn wir solche ausgediente Politiker hervorholen wollen? Wo bleiben die jüngeren, fähigen Leute, die die Zukunft unseres Landes mitbestimmen können und wollen?
Quo vadis SVP, du ehemalige Partei der Bauern, Gewerbler und Bürger? Wo bleibt der Wille, gemeinsam das Land zu regieren? Wo bleibt die Schweizerisch demokratische Einsicht, dass einzig das Parlament, und nicht eine Partei, einen Bundesrat wählt? Wo bleibt das Vertrauen, dass die Bundesversammlung die fähigste Person findet und wählt?

Ich bin überzeugt von unserem Konkordanz-System. Und ich bin überzeugt, dass wir viele fähige Personen für unsere Regierung haben. Ich bin mir auch sicher, dass es in der SVP solche Personen gibt. Denn auch ich bin der Meinung, die SVP soll wieder in den Bundesrat eingebunden werden. Auch wenn für mich Schmid und Widmer-Schlumpf immernoch im Grunde SVP-ler sind. Der Sitz gehört dieser Partei. Wie das bisher meist so gehandhabt wurde.

Nun bin ich gespannt, wie das aussergewöhnliche Theater einer momentan systemstörenden Partei weitergeht und hoffe auf eine konstruktive Bundesratswahl am 10. Dezember. Ich traue aber den bewährten Kräften, die sich im Parlament für eine Schweiz der Zukunft (nicht der Vergangenheit) einsetzen und bin mir sicher, dass eine konkordanzfähige Person am 10. Dezember in den Bundesrat gewählt wird.

2008-11-09

Gedenken an die Reichskristallnacht

Von priskagruetter @ 21:11 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Vorwärts schauen ohne die Geschichte zu vergessen. Das ist mir wichtig.
Als Politikerin möchte ich nicht rückwärtsgewandt sein, sondern mich mit den Problemen und Chancen von heute und morgen befassen und Lösungen suchen.
Trotzdem dürfen wir die Geschichte, die unsere Zeit und Gesellschaft zu dem gemacht hat, was sie heute ist, nicht vergessen. Besonders tragische Momente der Weltgeschichte gilt es, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen und sich bewusst zu machen, wie es dazu gekommen ist.

Heute vor 70 Jahren fanden in Deutschland die Novemberpogrome (bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November auch Reichspogromnacht oder Reichskristallnacht genannt) statt. Mit dieser Nacht der Verwüstung wurde aus Ausgrenzung und Diskriminierung nun die konkrete und grausame Verfolgung der Juden eingeläutet. Die Antwort auf den seit Jahren geschürten Antisemitismus war die mit der Reichspogromnacht gestartete Umsetzung der Endlösung der Judenfrage in Deutschland. Die Grausamkeit der damaligen Vorkommnisse erschüttert noch heute. Wie die Geschichte weiter ging, ist hoffentlich heute noch allen bekannt.

Angela Merkel hat es heute an der Gedenkfeier deutlich gesagt: "Wir dürfen nicht schweigen". Und Sie rief auf zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Nicht schweigen. Ein für mich wichtige Maxime. Wer schweigt, akzeptiert. Akzeptiert, dass sich Geschichte wiederholen könnte.

Auch ich will nicht schweigen. Heute nicht und Morgen nicht. Das ist der Grund, warum ich immer wieder auf die Gefährlichkeit von Gruppierungen wie der PNOS aufmerksam mache.

Auch ich rufe alle Menschen, besonder solche, die mit ihren Ämter und Positionen eine geiwsse Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, aber auch alle BürgerInnen dazu auf, sich entschlossen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeinlichkeit zu wehren.

Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt sie zu wiederholen.
(George Santayana)

2008-11-06

"Haben Sie schon eine Manor-Kundenkarte?"

Von priskagruetter @ 23:32 [ persönliches & diverses ]
Diese Frage stelle ich momentan täglich Hunderten von Leuten. Dies ist sozusagen mein Job. Momentan. Wer sie also noch nicht hat, diese Manor-Kundenkarte, darf gerne bei mir am Stand im Manor Solothurn vorbeikommen.
Dies ist auch der Grund des momentan eher seltenen Bloggens. Für meine kurze Einsatzzeit habe ich dafür eine hohe Präsenzzeit und teilweise Leistungslohn. Da ist mein voller Einsatz gefordert und dafür kommt halt momentan das Bloggen zu kurz.

Manor

Nachdem nun die Abstimmungscouverts in die Häuser geflattert sind, gebe ich sicher auch bald meinen Senf zu den Abstimmungen preis.