Als Präsidentin der JUSO war ich natürlich auf das Resultat unserer Kandidierenden gespannt. Und ich war sehr erfreut über die Resultate der Bisherigen der JUSO: Nadine Masshardt, Reto Müller und Pierre Masson sind die besten überhaupt gewählten SP/JUSO-Stadträte und die mit bestem Resultat gewählten Stadträte überhaupt in ganz Langenthal! Kein/e einzige/r der zahlreichen Kandidierenden hat unsere drei bisherigen JUSO geschlagen! Da bin ich schon ein wenig stolz und gratuliere den dreien ganz herzlich zu ihrem super Resultat!
Für die zwei neuen JUSO-Kandis hat es leider nicht gereicht, was allerdings bei zwei Sitzverlusten der SP verständlich ist. Immerhin musste sogar ein Bisheirger auf den ersten Ersatz zurück rutschen. Renato Baumgartner und Bernhard Marti sind aber auf dem 4. und 5. Ersatzplatz. Und wer weiss, vielleicht gibt es ja in der nächsten Legislatur ein paar Mutationen.

Meine Bilanz der Langenthaler Wahlen:
Im Gemeinderat hat sich nicht viel verändert. Die Parteienverteilung bleibt wie bisher. Die beiden SP-Gemeinderäte wurden super wiedergewählt. Leider hat es für einen dritten Sitz nicht gereicht. Immerhin ist Reto Müller auf dem 1.Ersatzplatz. Geht die SP Langenthal in der nächsten Legislatur taktisch vor, so schaut sie, dass mindestens einer der beiden Gemeinderäte frühzeitig zurücktritt. Ansonsten wird die Ausgangslage in vier Jahren, wenn die beiden wegen Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten können, relativ schwierig.
Schon nur eine Vakanz ist schwierig, wie die FDP gezeigt hat. Sie konnte ihren zweiten Sitz nur als Restmandat holen.
Im Stadtrat gibt es ein paar Veränderungen. Das Schlimmste zuerst: die PNOS wird, mit einem neuen Gesicht, wieder vertreten sein. Schade. Dies zeigt doch deutlich, dass nicht die Person (Winzenried ist in Langenthal relativ unbekannt und noch nicht lange wohnhaft) sondern eindeutig die rechtsextreme Gesinnung gewählt wird. Und dies ganz bewusst. Hoffen wir, dass der Neue ebenso wenig ausrichten kann wie der Alte.
Die SP verliert 2 Sitze, bleibt aber stärkste Partei. Dank dem Sitzgewinn der Grünen (verdoppelt auf neu 2 Sitze) bleibt der Verlust verkraftbar.
Der Sitzverlust der SVP hebt sich innerhalb des bürgerlichen Blockes mit dem Sitzgewinn der FDP wieder auf. Tragischer ist der Sitzverlust der EVP, die als erfolgreiche Mittepartei seriöse politische Arbeit geleistet und einen guten Wahlkampf geführt hat.
Zu erwarten war der krasse Aufstieg aus dem Nichts auf zwei Sitze der Grünliberalen. Wie man die s ohne Wahlkampf und mit einem erst ca. ein Wochen alten Parteiprogramm schafft, ist mir rätselhaft bzw nur mit dem trendigen Namen zu erklären. Schade. Offenbar lohnt sich Arbeit und Kampf nicht. Man muss nur im Trend sein.
Last but not least bedaure ich, nebst der Nichtwahl unserer Neukandidierenden JUSO, auch die Immernochnichtwahl des Präsidenten der Jungliberalen, Pascal Dietrich. Seit langer Zeit engagiert er sich in der Langenthaler Politik und obwohl wir nicht ganz auf gleicher Linie politisieren, hätte ich ihm die Wahl gegönnt. Nun, da die jll offenbar nicht mehr als zwei Sitze erreichen, müsstn sie vielleicht langsam die "Alten" auf die Mutterliste abschieben, damit auch Neue endlich mal zum Zug kommen.
Die junge EVP hat übrigens keinen Sitz erhalten. Ebenso wie die EDU und die LoB (List ohen Bezeichnung).