Ich bin auch im Zecken-WK
| Von priskagruetter @ 18:30 | [ Militär ] |
Armee unterschätzte Zecken-Gefahr
von Adrian Müller
Ein Oberstleutnant rekognoszierte zusammen mit Experten das Waldstück, bevor er die Soldaten ins Gebüsch schickte. Trotzdem sind mittlerweile bereits bei 70 Soldaten Zeckenstiche entdeckt worden. Drei Armeeangehörige hatten sich geweigert, an der Übung mitzumachen – vergeblich.
Fiese Zecken greifen Schweizer Armee an. (Bild: Keystone/Steger)
Kontext-Box
48 Soldaten von Zecken gebissen
Bloss nicht in die Zange nehmen!
Mit einem Arzt und einem Förster an seiner Seite streift der Oberstleutnant durch das Waldstück im zürcherischen Ossingen. Ziel dieser Aufklärungsmission: Aufspüren von feindlichen Zecken. Die Experten kämpfen sich durch das Unterholz und entscheiden schlussendlich, die Übung mit Auflagen zu Genehmigen. Die Soldaten müssen die Kleider geschlossen tragen und Insektenmittel einsprayen.
WK geht normal weiter
Doch die Vorsichtsmassnahme genügte offensichtlich nicht: 70 Soldaten sind von den fiesen Zecken gestochen worden. Dies erklärte Armeesprecher Christoph Brunner auf Anfrage von 20 Minuten Online. Er bedauert den Vorfall: «Jeder Stich ist einer zu viel.» Laut Brunner gehe es den betroffenen Soldaten so weit so gut. Es sei bisher niemand erkrankt. Der WK gehe normal weiter. Da die Inkubationszeit mehrere Wochen betragen könne, stünden die Soldaten unter ärztlicher Beobachtung.
Armee warnt Soldaten
In einem Informationsanlass wird die Armee am Freitag Nachmittag alle 240 WK-Soldaten über die Zecken-Gefahr aufklären: «Wir rufen die Soldaten auf, im Wochenendurlaub auch beim kleinsten Unwohlsein einen Arzt aufzusuchen», erklärt Brunner.
Lebensgefährliche Zecken
Dies ist angebracht: Denn aus einem auf den ersten Blick harmlosen Zeckenstich kann sich eine lebensgefährliche Krankheit entwickeln: An der Zeckenenzephalitis oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sind 2007 in der Schweiz 111 Menschen erkrankt. Fast alle von ihnen wurden hospitalisiert, ein betagter Mann starb an der Viruskrankheit.
Weit häufiger als diese übertragen die Zecken mit ihren Stichen aber die Lyme-Borreliose. Die Bakterienkrankheit befällt Haut, Gelenke, Muskeln, Bänder, Nervensystem und Herz. Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden, eine Impfung gibt es aber nicht. Nach Schätzungen des BAG stecken sich jährlich rund 3000 Personen mit Borreliose an.
Quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/17685299
Genau da leiste ich Dienst. Und auch ich durfte eines dieser Spinnenartigen kleinen schwarzen Tierchen namens Zecke beherbergen. Unser symbiotisches Zusammenleben beendete sich kurz nach meinem Entdecken meines neuen unerwünschten Lebenspartner sehr rapide. Glücklicherweise fand sich irgend in einem Sackmesser eine kleine Pinzette, sodass wir alle noch gefundenen Viecher entfernen konnten. Meinen Leuten, für die ich ja verantwortlich bin, geht es, bis auf das Unverständnis für diese Übung und die Angst vor den eventuellen Folgen der Zeckenstichen, gut. Ich bemühe mich nach bestem WIssen und Gewissen um das Wohlergehen meiner Truppe.
Momentan habe ich einiges zu organisieren und bin voll gefordert im WK. Deshalb wird mein Blog wohl auch wieder einige Tage ungefüttert bleiben. Ich bitte um Verständnis und kümmere mich nun die nächsten zwei Wochen weiterhin aktiv um meine Zecken-Kompanie.


