2008-04-28

La présidente, c'est moi

Von priskagruetter @ 17:56 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Am Donnerstag Abend war es soweit: ich wurde, für mich zum ersten mal überhaupt, als Präsidentin gewählt. Und zwar wurde ich Präsidentin der JUSO Oberaargau.
Mangels weiterer Kandidaturen war die Wahl zwar nicht erstaunlich, aber trotzdem erfreulich für mich. Bisher habe ich nämlich vieler Orts im Vorstand mitgemacht, die Hauptverantwortung trug ich aber nie.

Gewählt zu werden ist ja eigentlich noch nicht die ganze Kunst. Viel mehr ist es ein Übergeben von Verantwortung, im Vertrauen in eine Person, die das Amt zur Zufreidenheit der Mitglieder erfüllen kann. Dieses Vertrauen ehrt mich und ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Dies vorallem auch im Wissen, dass ich Leute um mich bzw im Vorstand habe, die mich tatkräftig unterstützen. Ich freue mich auf dieses Amt und die vielen Erfahrungen und gebe mir Mühe, der Verantwortung gerecht zu werden.

rose

2008-04-22

Fit fürs Rathaus

Von priskagruetter @ 00:33 [ kantonale Politik ]
Gelichstellung

Morgen beginnt für mich bereits der Wahlkampf für die Grossratswahlen 2010.
Ich starte mit einer Weiterbildung "Fit fürs Rathaus. Persönliches Wahltraining für Frauen in fünf Modulen." Dies ist ein Angebot der kantonalen Fachkommission für Gleichstellungsfragen, des Vereins Frau und Politik und der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Immerhin beträgt der Frauenantei im Grossrat nur 32%! Da braucht es schon einen extra-Effort um hier Gleichstellung zu erreichen.

Für den wirklichen Wahlkampf ist es schon noch etwas zu früh. Schliesslich verdaut meine Partei immer noch die Niederlage der letzten grossen Wahlen. Ans Nominieren der Kandidaten für die kantonalen Wahlen denkt wahrscheinlich noch kaum jemand.
Aber solche Angebote zu Weiterbildung und Unterstützung muss man nutzen. Nicht zu unterschätzen ist gerade auch der Faktor "Netzwerk". In der Politik muss frau vernetzt sein.
Und wer Erfolg haben will, muss früh mit der Planung beginnen. Schliesslich ist Planung und Taktik nicht (nur) Männersache!
Ich freue mich bereits jetzt auf den Wahlkampf 2010!

2008-04-21

Von priskagruetter @ 22:24 [ persönliches & diverses ]
Spaziergang

2008-04-15

Zwei Parteitage und eine PräsidentIN für die JUSO Schweiz!

Von priskagruetter @ 20:24 [ nationale Politik ]
Samstag war für mich Parteitag. Morgens der Parteitag der regionalen SP Bern-Nord/ Oberaargau und Nachmittags die ausserordentliche Jahresversammlung der JUSO Schweiz.

Folgende Meldung wurde anschliessend an die a.o. JV JUSO an die Medien verschickt:

JUSO

Die JUSO Schweiz gibt sich ein Präsidium
15/04/2008

An einer ausserordentlichen Jahresversammlung am Samstag 12. April 2008 in Aarau haben sich die JungsozialistInnen (JUSO) Schweiz mit ihren Strukturen befasst und nach langer Diskussion per Statutenänderung die Einführung eines Präsidiums beschlossen.

Bis anhin wurde die JUSO Schweiz in den letzten Jahren von der Geschäftsleitung und dem Zentralsekretariat operativ und strategisch geführt. Ab sofort bis am 9. Mai ist die Kandidaturfrist geöffnet und am 7. Juni 2008 wird in Fribourg an einer zweiten ausserordentlichen Jahresversammlung der oder die PräsidentIn gewählt.

Des Weiteren haben die JungsozialistInnen für die Abstimmungen vom 1. Juni 2008 dreimal die NEIN-Parole gefasst. Wir wehren uns gegen die Willkür-Initativen der SVP und gegen den Gegenvorschlag zur Gesundheitsinitiative, welcher die Zweiklassenmedizin fördert und uns in ein unfaires Gesundheitssystem à la USA führen soll.

Die regionalen SP Versammlungen sind rein schon vom Gesellschaftlichen immer wieder gut. Die Leute freuen sich immer, einander zu sehen. Gerade junge Leute sind sehr gerne gesehen. Und dort kann man sich vernetzen, austauschen, Themen diskutieren, Resolutionen verfassen und erfährt von unseren Grossräten und Grossrätinnen immer wieder einiges aus der kantonalen Politik.
Das Highlight war aber eindeutig der Auftritt von Pedro Lenz. Wer ihn kennt, weiss was ich meine. Wer ihn nicht kennt, sollte dies dringend ändern!

Auch die JUSO Versammlungen gefallen mir immer besser. In der JUSO hat es jedesmal wieder ein paar neue (aber oft auch wieder die selben) jungen und engagierten PolitikerInnen. Und trotz unserer Mitgliedschaft bei der selben Partei sind dort immer sehr viele unterschiedlichen Meinungen und Ideen vorhanden. Das ergibt jeweils sehr interessante Diskussionen. Und meist habe ich das Gefühl, mit guten Argumenten kann man Meinungen beeinflussen. Und die JUSO ist echt der Inbegriff von Basis-Demokratie. Da stimmt man sogar über einzelne Begriffe in den Statuten ab. Manchmal fast schon Mühsam, aber auf jeden Fall konsequent. Und jede/r wird ernst genommen.
Die JV am Samstag wurde einberufen, weil die JUSO (wieder) ein Präsidium einführen möchte und damit für die letzte ordentliche JV die Fristen nicht eingehalten hat.
Pro und Contra zum Thema Präsidium habe ich bereits nach der letzten JV gebloggt. Diesmal haben wir uns als JUSO Bern-Nord/ Oberaargau aktiv an der Diskussion zur Form des Präsidiums beteiligt. Unser Antrag wollte, dass auf einen Präsidenten immer eine Präsidentin folgen soll und umgekehrt. Normalerweise bin ich nicht so begeistert von Quoten, aber nachdem ich Studien zu Feriwilligenarbeit gelesen habe und nun weiss, dass in Vereinen und Parteien mehrheitlich Männer die Präsidien oder andere repräsentativen Funktionene übernehmen (und die Frauen meist Sekretärinnen oder andere Hintergrund-/Arbeitsjobs innehaben), wollten wir etwas tun, damit dies in der JUSO, wo man sich auch sonst immer für Gelichstellung einsetzt, verhindert wird.
Unser Antrag wurde abgelehnt. Allerdings waren sich in der Diskussion alle eineig, dass man vermehrt darauf achten muss, dass auch Frauen eine Chance auf dieses Amt haben (und sich dies auch zutrauen und kandidieren). Nun sind wir dran am geeignete und motivierte Frauen zu finden. Denn, wen erstaunts, bisher weiss man von diversen Männern, die kandidieren wollen, deren Frauen kennt man aber keine.
Gleichstellung ist leider auch heute noch bei weitem nciht erreicht. Trotz gesetzlichen Grundlagen.

Ich werde meine Leser und Leserinnen auf jeden Fall auf dem Laufenden ahlten bezüglich JUSO-Präsidium! Dafür bitte ich euch, mir doch schnellst möglich zu melden, falls ihr geeignete, junge, motivierte und engagierte JUSO-Frauen kennt, die ihr gerne als zukünftige Präsidentinnen der JUSO Schweiz sehen würdet!
Herzlichen Dank bereits jetzt für eure Mitarbeit!

Links-Grün bejubelt SVP-Frau?!?

Von priskagruetter @ 16:08 [ nationale Politik ]
Immer wieder wird behauptet, es seien nun die Linken und Grünen, die nun einer SVP-Frau zujubeln. Toni Brunner behauptete in der Arena, die Demonstration in Bern sei vorallem eine Demonstration gegen die SVP gewesen. Man bejubelt also eine, die der bösen SVP untreu gewesen sei. Im Moment diskutieren alle pro oder contra Widmer-Schlumof beziehungsweise pro oder contra SVP.
Aber um was geht es überhaupt? Weshalb dieser Volksaufstand? Weshalb unterschreiben über 120'000 eine Protestnote und weshalb solidarisieren sich über 12'000 Menschen an eine Freitag Nachmittag, an welchem offenbar nur die SVP-Hardliner arbeiten, mit einer gewählten SVP-Bundesrätin? Weshalb mischt sich die halbe Schweiz in die Partei-Angelegenheiten der SVP ein? Und warum kann eine linke Bloggerin dieses Thema einfach nicht rechts liegen lassen?

Vorneweg: ich war am Freitag Nachmittag nicht in Bern an der Demo. Auch ich musste arbeiten. Auch an der Sendung "Arena" hätte ich teilnehmen können, was mir aber auch Arbeitsbedingt zeitlich nicht gereicht hat. Leider. Die Sendung habe ich mir aber heute noch angeschaut und sie war tatsächlich nicht uninteressant.

Weiter muss ich klar stellen, dass es mir weder um Frau Widmer-Schlumof persönlich noch um ihre Politik geht. Mir geht es auch nicht um Partei-Probleme der SVP.
Mir geht es einzig um die historisch gefährlichen Parallelen, die sich in den Verhaltensweisen gewisser SVP-Exponenten zeigen. Die Parallelen einer Geschichte, die ich nie wiederholt sehen möchte!

Einige Beispiele.

Der Führerkult. Christoph Blocher ist der Held der SVP. Er darf nicht kritisiert werden. Er darf widersprüchlich sein (1981 hat er im Schweizer Fernsehen gesagt, es sei das Parlament und nicht die Parteien, die Bundesräte wählen; heute ist das offenbar anders), er darf lügen, er kann sagen was er will: Christoph Blocher hat immer recht.

Regime-Kritiker werden verfolgt und ausgeschlossen. Wer sich wagt, den Führer und die Parteileitung zu kritisieren, wer aufs schärfste verfolgt. Siehe Heinz Siegenthaler.
Frau Widmer-Schlumpf hat ebenfalls nicht die Überlegungen der Parteileitung befolgt sondern ihre eigenen Überlegungen gemacht. Sie wird zum Rücktritt gedrängt. Und mit ihr die ganze SVP Graubünden.

Alle anderen lügen, haben keine Ahnung, sind falsch und wollen dem Volk nur schlechtes. Die SVP glaubt, die alleinige Wahrheit zu haben. Und nur sie sind das Volk.

Es gäbe noch weitere Beispiele. Eigentlcih will ich damit nur zeigen, dass ich mich einzig und alleine gegen totalitäre Tendenzen in der Schweiz wehre. Ich bin gegen politische Führer. Führerkult ist zutiefst unschweizerisch. Ich bin gegen die Diskriminierung von anders Denkenden. Meinungsvielfallt, Toleranz und Konkordanz sind altbewährte schweizerische Traditionen.
Ich als Patriotin (die ich auch als linke Politikerin sein darf, was aber nicht heisst, dass ich andere Länder nicht mag!), stehe ein für die Schweizerischen Werte in der Politik. Für ein Miteinander statt ein Gegeneinander. Für Respekt, und Toleranz. Für eine vielfälltige Parteienkultur in der Schweiz, die sich gemeinsam für das Wohl unseres Landes einsetzen. So wie ich mich regional aktiv gegen braune Gruppierungen einsetze, setze ich mich auch national gegen ähnliche Ideen ein.

Und mit mir wehren sich bis heute über 123'000 Leute für unsere politische Kultur. Es kann also wohl kaum einzig eine Links-Rechts Frage sein.

Beschützen wir unsere Werte vor deren selbsternannten Behüterin!

2008-04-08

Unterstützung für Eveline Widmer-Schlumpf

Von priskagruetter @ 21:48 [ nationale Politik ]
alliance F

Protestnote
Solidarität mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

alliance F verurteilt aufs Schärfste den rüden Umgang mit der nach rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätzen gewählten Bundesrätin. Sie lehnt die Diffamierungen gegenüber Eveline Widmer-Schlumpf kategorisch ab und spricht sich deutlich für eine anständige und tolerante politische Kultur aus.

Mit dem Senden der Protestnote bezeugen Sie Ihre Solidarität mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Die gesammelten Unterschriften übergeben wir ihr als Geschenk und Zeichen der Unterstützung.
Ihre Angaben werden in keiner Weise weiter verwendet.

Wir freuen uns auf zahlreiche Protestnoten!
Herzlichen Dank

Rosemarie Zapfl, Präsidentin alliance F

Wer diese Meinung teilt, soll doch hier eine Protestnote senden!

Quelle Bild&Text: www.alliancef.ch/de/

Dürfen PolitikerInnen lügen?

Von priskagruetter @ 21:47 [ persönliches & diverses ]
Schon nur das Wort "PolitikerIn" macht argwöhnisch. Politiker sind doch die, die viel reden und nichts sagen. Diejenigen, welche grosse Reden schwingen und viel versprechen, dies aber kaum halten können. Solange es ihnen einen nutzen bringt, sagen sie alles, was die Leute hören wollen. Politiker sind Lügner. Stimmt das?

Kennen Sie den folgenden Witz?
Ein Angler, ein Jäger und ein Politiker kommen in den Himmel.
"Auf dem Weg dorthin kommt ihr durch einen Sumpf" sagt ein Engel.
"Und je nach dem, wie viel ihr in eurem Leben gelogen habt, so tief sinkt ihr ein."
Der Angler sinkt bis zu den Knien ein.
Neben ihm der Jäger. Dem reicht der Sumpf nur bis zu den Knöcheln.
"Das verstehe ich nicht, du hast doch sicher genau so viel gelogen wie ich,
mit deinem Jägerlatein und so." sagt der Angler.
"Sicher", sagt der Jäger, "ich stehe aber auf den Schultern des Politikers."

Ähnliche Witze gibt es zuhauf. Eigentlich finde ich sie ja lustig. Und trotzdem ärgere ich mich immer wieder über das negative Bild, welches in solchen Witzen von Politikern gezeichnet wird.
Ich politisiere doch auch. Und trotzdem gehört lügen absolut nicht zu meinen Tugenden!
Und ich glaube daran, dass die Mehrheit der PolitikerInnen ehrliche Leute sind.
Leider gibt es immer wieder negative Beispiele. Und auch darüber ärgere ich mich oft.
Einige Besipiele:
- Der aktuellste Fall ist wohl Toni Brunner, der behauptet, die Wahl von Bundesrätin Widmer-Schlumpf sei undemokratisch gewesen. Unsere Demokratie hat klare Regeln. Und diese sind mit der Wahl nicht verletzt worden. Da sind sich Politologen und alle Parteien (ausser die SVP) einig. Daher erzählt Herr Brunner eine Unwahrheit.
- Jasmin Hutter fällt immer wieder mit ihren unwahren Behauptungen auf. So hat Sie bei den Diskussionen um Partikelfilter behautet, es gebe in der Schweiz keine brauchbaren Partikelfilter für Baumaschinen, wofür Sie von Partikelfilterherstellern zu recht verklagt wurde.
Ihre neuste Behauptung: in einem Interview erzählt Frau Hutter-Hutter, die SVP habe Frau Widmer-Schlumpf nur zum Parteiasutritt und nie zum Rücktritt aus Ihrem Amt aufgefordert. Da spricht aber die Medienmitteilung der SVP Schweiz eine andere Sprache.
- Auch Jung-SVP-Frau und Neu-Parlamentarierin Andrea Geissbühler nimmt es nicht so genau mit der Wahrheit. So behauptete Sie bei der Debatte um die Hanf-Initiative, 35% der Verkehrsunfälle seien auf Haschischkonsum zurück zu führen. Diese Zahl kann kaum Stimmen. Recherchen des Blicks ergaben, dass Verkehrs-Experten sich einig sind: diese Zahl ist übertrieben.
- Noch fast schlimmer als Lüge ist Betrug. Aber auch dies kommt vor. Alt-Nationalrat und abgew. Bundesrat Blocher liess sich im Nationalrat bei Abstimmungsbetrug erwischen. Er drückte neben seinem Knopf gleichzeitig auch den seiner abwesenden Nachbarin. Aber auch der Lügen wurde der Ex-Bundesrat schon überführt (z.B. vom Ständerat; aufgrund von unkorekten Äusserungen in einer Rede, die er bestritt).

Natürlich sind es nicht nur SVP-ler, die gelegentlich mal Lügen. Dies waren einfach die mir momentan bekanntesten Beispiele. Oder ist es vielleicht doch nicht nur Zufall, dass ich vorwiegend Beispiele von SVP-Mitgliedern finde?
Ehrlichkeit ist für mich ein schweizerischer Wert. Natürlich nicht nur schweizerisch, sondern ein allgemeiner Grundwert im Leben. Gerade die SVP will doch unsere Werte verteidigen.

Ich bin eine schlechte Lügnerin. Bei meinen sehr wenigen versuchen als Kind habe ich so geschwitzt vor Angst, dass ich danach lieber bei der Wahrheit blieb. Es kommt zwar vor , dass ich von einer Sache nicht alles weiss und das wenige, was ich weiss, weitergebe. Und manchmal erzähle ich auch nicht gleich allen alles. Aber grundsätzlich handle, schreibe und spreche ich nach bestem Wissen und Gewissen.
Sollte ich trotzdem einmal unbewusst grobe Unwahrheiten verbreiten, bitte ich meine Mitmenschen, mich so schnell wie möglich darauf aufmerksam zu machen. Nie und nimmer möchte ich in der Reihe der oben genannte Beispielen landen.
Ich möchte auch zukünftig für das Bild von anständigen, ehrlichen und engagierten Menschen als PolitikerInnen einstehen!

2008-04-03

stoppt die totalitären SVP-Funktionäre!

Von priskagruetter @ 23:39 [ nationale Politik ]
Auch wenn bereits viel gesagt und geschrieben wurde: auch ich will nicht schweigen zu diesem Thema!
Ich möchte mich irgendwie wehren können gegen die Funktionäre der SVP, die anscheindend jegliches Verständnis für die Ur-Schweizerische Demokratie verloren haben und die mit Drohungen ein demokratisch und legitimes gewähltes Regierungsmitglied unter Druck setzen.
Eines meiner beschiedenen Mittel, mich zu wehren, ist, meine Meinung öffentlich kund zu tun. Auch wenn ich mich ärgere, dass die SVP immer und überall das wichtige Thema ist, aber zu solchen Machenschaften kann und will ich nicht schweigen!

Wer die (politischen) Spielregeln nicht akzeptierne kann, darf jederzeit gerne das Spiel (die Politik) verlassen.
Schade, dass ca. 29% der Wählernden die Widersprüche und die Gefährlichkeit dieser Partei nicht bemerken und sie unterstützen!

Manchmal kommt es mir vor, als habe die SVP lange Jahre mühsam ihr Partei-Wagen den Hügel hinuf gestossen. Und nun, als sie im Herbst ganz oben angekommen waren, begann der Wagen von selbst auf der anderen Seite hinab zu rollen. Er rollt und rollt und niemand kann in mehr steuern oder stoppen. Ich warte auf den Moment, indem der Wagen ungebremst in eine Mauer donnert. Was dann?

Vielleicht sollte ich eben doch auf meinen Vater hören, der immer noch überzeugt ist, dass jede Partei nach einem Erfolg auch wieder verliert. Die Bewegungen der grossen Parteien seien schon immer Wellenartig gewesen.

Aber ich möchte mir nie vorwerfen lassen müssen, ich hätte solche extremistischen Machenschaften einfach akzeptiert!

Momentan traue und hoffe ich noch auf die Stärke, den Durchhaltewillen und die Kraft von Frau Widmer-Schlumpf und ich bin überzeugt, dass ein grosser Teil des Schweizer Volkes Sie, genauso wie ich, unterstützt!

"nume nid ufrege"!

Von priskagruetter @ 00:03 [ nationale Politik ]
Nun bin ich doch schon einige Tage zurück aus Nizza und komme kaum zum bloggen. Dies liegt momentan hauptsächlich an unseren Neuseeländischen Gästen, eine Freundin meiner Mutter, die vor langer Zeit nach Neuseeland ausgewandert ist und nun mit ihren zwei Boys, die kein Deutsch können, in der Schweiz zu Besuch ist. So konnte ich doch gleich, nachdem ich drei Wochen mein Französisch aufgebessert habe, gleich eine gratis English-Refreshing haben. Und ich bin immer noch der Überzeugung, dass Englisch um ein vielfaches einfacher ist als Französisch.
Wie dem auch sei. Die Welt dreht sich trotzdem weiter. Die Politik auch. Und die Zeitung ist immernoch täglich voll geschrieben.
Aber muss man sich wirklich jedesmal aufregen?

- wenn der Mörgeli nicht mehr vom Thema "Mörgele/Mengele" wegkommt
- wenn die SVP um die Parteizugehörigkeit von Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf stürmt?
- wenn Frau Bundesrätin Calmy-Rey mit Kritik überschüttet wird, weil sie eine offensive Aussenpolitik betreibt und sich bei Staatsbesuchen sogar wagt, sich den dortigen Sitten anzupassen obwohl diese Gepflogenheit nicht den Schweizer Sitte entspricht (was genau verlangt man denn immer von den Ausländern in der Schweiz???)
- wenn ein seltener "Fall" von einem dunkelhäutigen Pfarrer wieder einmal die Vorurteile betoniert und kriminell handelt
- wenn sich die UBS noch einmal um eineige Mrd. mehr verospelt hat
- wenn man in der Rundschau einen Fall eines Pflegekindes erklärt bekommt, wo die Behörden falsch gehandelt haben und vom Obergericht gedeckt werden (und die inzwischen junge Frau so indirekt der Lüge bezichtigt wird, was sie belastet)

Ich könnte noch einiges aufzählen. Aber ich mag mich nicht mehr so rcht ob all den Problemen der Schweiz und der Welt aufregen. Einiges geht einem schon ans Herz. Und es ist immer gut zu sehen, was falsch läuft, damit man nie die selben Fehler macht bzw sich wehren kann, wenn man einen ähnlichen Fall aus der Nähe miterlebt. Andere Themen wie die SVP - Widmer-Schlumpf diskussionen mag ich langsam nicht mehr hören. Da schreiben die Medien bereits fast zuviel darüber.

Ja, da lob ich mir die Dorfpolitik, wo wir an einen Tisch sitzen und diskutieren können und anschliessend bei einem Imbiss und einem Glas Wein über Gott, die Welt und vorallem das Dorf und dessen Einwohner diskutieren können. Auch da ist nicht heile Welt. Aber direkte Auseinandersetzungen und danach wieder friedliches Beisammensein.
An der heutigen SP Vorstandssitzung hatten wir zwar kaum Auseinandersetzungen, aber auch da kommt zuerst die Arbeit und dann der Wein. Gemütlich wars.

Dafür kann ich mich die nächsten Tage wieder mit anderen Problemen beschäftigen: kürzlich wurde die von mir (und Hilfen) erstellte Kindergarteneinteilung an die Eltern versendet. Und gemäss dem all zu wahren Sprichwort "allen Leuten recht getan, ist ein Ding das niemand kann" gibt es auch da immer einige Unglückliche, die wir am Ende, auf Grund der komplexität der Einteilung, oft enttäschen müssen. Das mache ich nicht so gerne, da ich ja oft die Gründe verstehe, aber eben...

So, ich muss ins Bett. Morgen wird mich dann wieder all zu früh ein little New-Zealand-Boy wecken. Good Night!