2008-02-29

Heiraten - für den Staat?

Von priskagruetter @ 18:28 [ persönliches & diverses ]
Hochzeit

Gestern Abend, nachdem ich mit den JPO-Kollegen beinahe aus dem einen Restaurant herausgeworfen wurden, spazierte ich in richtung Wohnung meines Liebsten. Unterwegs passierte ich unser Langenthaler Kult-Beizli Chrämerhus und entdeckte durch das Fenster einige meiner alten Gymer-Schulkollegen und andere bekannte Gesichter. Da konnte ich nicht anders und musste auch da noch reinplatzen, kurz bevor auch dort die letzte Runde ausgerufen wurde. Und eben in dieser Runde entstand irgendwann, aus der Frage, wer der Männer unserer Klasse als erstes heiraten werde, die Frage, weshalb man eigentlich heiraten soll.
Einer war der Meinung, heiraten sei etwas kirchliches, da die Ehe aus dem Christentum stamme. Er sah aber dann ein, dass eine Hochzeit heute vorallem staatlich ist und der kirchliche Teil nur auf wunsch der zu Vermählenden durchgeführt werde. Er fand aber, dass es auch den Staat nichts angehe, mit wem er sein Leben zu teilen gedenke, denn Emotionen wie die Liebe sind Privatesache und so könne dieses Gelübte vom ewigen Zusammenleben bis in den Tod auch privat gegeben werden.

Ja, weshalb überhaupt heiraten? Lässt man mit einer standesamtlichen Eheschliessung wirklich den Staat zu weit in private Angelegenheiten?

Ich teile die Meinung meines Kollegen, dass man nicht heiraten muss, um ein Leben lang glücklich zusammen leben zu können. Allerdings könnte ich mir trotzdem gut vorstellen, mich einmal mit meinem Liebsten zu vermählen. Der staatliche Akt macht das ganze etwas Offizieller und "wichtiger" als wenn ich im privaten Rahmen ein Verprechen abgeben.
Vorallem wenn es dann mal Kinder gibt, macht ein staatliches "Wissen" der offiziellen Bindung zwischen dem Vater und der Mutter des Kindes vieles einfacher. Die Familie kann einen gemeinsamen Nachnamen haben. Die Eltern sind vorbehaltslos gemeinsam für die Kinder verantwortlich. Falls die Eltern nicht verheiratet sind, müssen die Ämter oft nachfragen wer, wie wo was genau.

Von mir aus gesehen sollten Konkubinatspaare aber auch im Falle von gemeinsamen Kindern gleich wie Ehepaare behandelt werden. Und wenn man dies unterstützen will, sollte man eigentlich gerade aus Protest nicht heiraten. Sonst werden uneheliche Kinder noch lange mit diesem negativ geprägten Ausdruck betitelt. Aber so schlimm wie früher ist es ja wirklich nicht mehr.

Leider kann ich hier nicht aus Erfahrung sprechen. Aber irgendwie stelle ich mir gerade den Hochzeitstag, wo ich ein tolles Kleid anziehen, mir eine super Frisur machen lassen und mich vschminken lassen kann und ich den ganzen Tag mit meinem Liebsten im Mittelpunkt stehe, toll vor. Da lohnt es sich doch schon fast dafür, über den Schatten des freidenkerischen Protest gegen den Staat zu springen. Oder nicht? Erfahrene sind gefragt...

Quelle Bild: http://www.duo-fullhouse.de/Repertoire/Hochzeit.gif

Habemus Praesident

Von priskagruetter @ 11:14 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
jpo

Das Jugendparlament hat seit gestern einen neuen Präsidenten, eine neue Beisitzerin sowie einen neuen Kassier.

An der gestrigen ersten Plenumsversammlung des Jugendparlamentes Oberaargau des neuen Jahres standen bereits wichtige Neuwahlen sowie die Bestätigungswahlen des Vorstandes an. Seit dem Herbst, als unser langjähriger Präsident Lukas Felber in die Rekrutenschule einrücken musste, übernahm der Vize-Präsident zwischenzeitlich die präsidialen Geschäfte. Er stellte sich aber nicht als neuen Präsident zur Verfügung. Relativ bald hatten wir aber zwei Kandidierende, die sich um das Amt bewarben. Und so kam es gestern zum ersten mal in der Geschichte zu einer wirklichen (Aus-)Wahl.
Mit einem deutlichen Mehr wurde also Marco Pagani zum fünfte Präsident des Jugendparlamentes Oberaargau gewählt. Ich gratuliere an dieser Stelle ganz herzlich.
Natürlich haben wir auch die unterlegene Kandidatin nicht einfach hängen lassen! Schliesslich ist es nicht selbstverständlich, dass sich gerade zwei zur Verfügung stellen, ein verantwortungsvolles Amt zu übernehmen. Da ich selber auf diese Plenumsversammlung von meinem Amt als Beisitzerin zurückgetreten bin, hat der Vorstand vorgeschlagen, die zweite Kandidatin, Sara Lehmann, als neue Beisitzerin zu wählen. Dies hat die Versammlung auch einstimmig getan, was mich ebenfalls sehr freut! Sara engagiert sich bereits seit einiger Zeit sehr aktiv für das JPO und hat in verschiedenen kantonalen Arbeitsgruppen für unser JuPa einsitz. Auch Sara gratuliere ich, ebenso wie dem neu gewählten Kassier, Alain Roth, ganz herzlich zur Wahl. Der Kassier hat nämlich ebenfalls seinen Rücktritt bekannt gegeben. Alain hat sich ganz spontan der Versammlung zur Verfügung gestellt, die Fragen beantwortet und so überzeugt, dass er ebenfalls einstimmig gewählt wurde.
Neben den Wahlen haben wir uns natürlich auch mit unseren anderen Geschäften befasst. So haben wir die Rechnung 07 und das Budget 08 genehmigt, über die diversen Projekte informiert sowie Ideen für unser 10-Jahre-Jubiläumsanlass gesammelt.

Die Versammlung war gut besucht und wir haben wichtige Themen behandelt. Im anschliessenden gemütlichen Teil im Gewölbekeller enstanden interessante Diskussionen, bis dann die letzten nahezu aus dem Restaurant geworfen werden mussten, damit die Angestellten endlich Feierabend machen konnten. Gemütlich wars!

2008-02-27

Was macht einen Menschen zu einem/r Politiker/in?

Von priskagruetter @ 18:08 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Ab wann darf man sich Politiker/in nennen? Welches sind die Voraussetzungen? Reicht es, in einer Partei zu sein? Muss man ein politisches Amt innehaben? Oder sind nur National- Stände - und Bundesräte und -rätinnen Politiker/innen?

Heute habe ich im "Heute" folgende Meldung gelesen:

Neue Gender- Beauftragte gewählt

BASEL• Etiennette J.Verrey ist
neue Präsidentin der Eidg.Kom-
mision für Frauenfragen und
damit deren erste Vorsteherin
seit 32 Jahren,die keine Politike-
rin ist.Sie ist Vizepräsidentin des
Bundes Schweizerischer Frauen-
organisationen und Gleichstel-
lungsexpertin beim Zentrum für
Gender-Studies der Uni Basel.


Ich habe Etiennette Verrey im Rahmen eines Frauen-Mentoring-Projektes des SAJV auch schon getrofen. Sie setzte und setzt sich seit langer Zeit sehr für die Gleichberechtigung der Frauen ein. Dies ist für mich ein sehr politisches Thema. Und da diese Frau dafür kämpft, ist sie doch eine Politikerin?
Weshalb steht denn in diesem Text: ...und damit deren erste Vorsteherin seit 32 Jahren, die keine Politikerin ist. ?

Mir hat man bereits mit 10 Jahren, als ich die Bundesräte aufzählen konnte, Politikerin gesagt. Wenige Jahre danach (und auch heute noch ab und zu) wurde und werde ich gefragt, ob ich in 5 oder 10 Jahren im Bundesrat sein wolle.

Vielleicht sollte ich dies einfach als "Heute"-Seich abtun und mich nicht so auf etwas kleines konzentrieren. Aber ich werde mich noch orientieren, ob die letzten 32 Jahre Berufspolitiker die Kommission präsidiert hatten. Denn die Titelfrage an sich interessiert mich.

Gottirechte und -pflichten: Ausflug auf den Spielplatz

Von priskagruetter @ 14:34 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Demian

Demian

Demian

Etwas wackelig ist es schon noch, aber es funktioniert.
Ist ein tolles Gefühl, mit dem Patenkind am Weiher Entchen zu füttern und auf dem Spielplatz zu schaukel. Ich mag den Jungen echt! Und ich freue mich darauf, mit ihm noch viel Zeit zu verbringen!

Idee kopieren, Vorstoss lancieren

Von priskagruetter @ 11:49 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
GA

Wer sich schon immer gefragt hat, wie Politiker auf die Ideen für ihre Vorstösse kommen, dem kann ich hier ein kleines Beispiel geben:

Gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass Eriswil, ein kleines Dorf unweit meines Heimat- und Wohnortes, neu allen SchulabgängerInnen bis 20 jährig 50.- an ein Halbtax- oder Generalabonnement bezahlt. Dies weil der Erwerb von Ausleih-Tages-GAs sich ncht gelohnt hatte, da diese zuwenig genutzt wurden und der Gemeinderat das Geld, welches man mit dem Verzicht auf diese Tages-GAs spart, auch dem öffentlichen Verkehr, aber vorallem der Jugend zugute lassen kommen will.
Tolle Idee.
Am Abend, nach einer langen General-Chorprobe, traf ich mich mit einer Kollegin und meinem Liebsten noch zu einem Bettmümpfeli und Gute-Nacht-Bier im Chrämi (Restaurant und Kulutlokal). Dort kamen wir auf die Neuerung in Eriswil zu sprechen und waren uns einig: dies sollte in Langenthal auch möglich sein!
Und mir war auch gleich klar: dies ist ein Jugendanliegen, das vom Jugendparlament Oberaargau vertreten werden muss! Und unser Mittel um uns einzubringen in die Stadtpolitik ist das Jugendpostulat. Mit 30 Juterschriften von Jugendlichen zwischen 14 und 18 können wir unsere Forderungen in den Stadtrat bringen. Ein relativ einfaches Verfahren also, das manchmal unerwartet viel in Gang bringt. Nun erarbeite ich einen Vorschlag, unterbreite die Idee der Plenarversammlung des JPO, welche morgen Abend tagt und hoffe auf breite Zustimmung. Danach müssen die Unterschriften gesammelt werden und das Postulat, wenn möglich etwas medientauglich (was dem öffentlichen Ansehen des JPO nutzt und zugleich Werbung ist) der Stadtverwaltung oder dem Stadtpräsidenten überreicht werden und anschliessend müssen wir abwarten, was die Stadträtinnen und Stadträte entscheiden.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert!

2008-02-26

Die eigene Endlichkeit des Seins...

Von priskagruetter @ 15:46 [ persönliches & diverses ]
http://www.foto-motive.de/galerie/me/well.jpg

...wird einem durch das Ende des Seins eines Mitmenschen jedesmal von neuem bewusst.

Gerade war ich an einer Abdankungsfeier eines Mannes aus unserem Dorf, der völlig unerwartet am Sonntag vor einer Woche auf einer Schneewanderung von einem Ast so im Gesicht getroffen wurde, dass sein Lebensnerv zerstört wurde und zu seinem tragischen plötzlichen Tod führte.
Meine Verbindung mit dem Mann, dessen Tochter in meinem Alter ist und er somit im Alter meines Vaters war, ist, dass er mich, obwohl wir uns nur vom hörensagen kannten, tatkräftig und ideel unterstützte, als ich mich aufgrund einer brisanten Dorfgeschichte (Maitanne; nachzulesen auf meienr Homepage) exponierte.
Er fotografierte als einziger meine angebrachte "Korrektur" an unserer (rassistischen) Dorfmaitanne, die er zufällig entdeckte, und stellte das Foto den Medien zur Verfügung. Daneben nahm er öffentlich und mit Namen Stellung dazu. Er war einer der wenigen, die nicht in der SP oder sonst nahe verwandt oder bekannt sind, die mir das Gefühl gaben, dass es noch mehr Leute im Dorf gibt, die den Sachverhalt nicht tolerieren.
Dies ist meine Erinnerung, mit der ich dem Verstorbenen gedenke.

Nun, Abdankunge sind zwar traurig, und ich, die nicht weit vom Wasser gebaut ist, kämpfe meistens darum, nicht völlig aufgelöst aus der Kirche treten zu müssen, aber Abdankungen regen auch immer zum Nachdenken an. Wie würde es mir gehen, wenn mein Vater oder meine Mutter sterben würden? Hätte ich auch den Mut und die Kraft, so nach vorne zu stehen und meine Erinnerungen zu teilen, wie das heute die Tochter getan hat? Wie würde ich damit umgehen, wenn eine andere mir nahe Person sterben würde?
Und wenn mein eigenes Ende gekommen ist? Werden da auch so viele Menschen von mir Abschied nehmen wollen? Was würde über mich gesagt? Welche Erinnerungen werden die Mitmenschen an mich haben? Ich weiss, dass ich manchmal im Dorf anecke mit meinen Ideen und meinem "überall drein mischen. Aber ich bemühe mich, aktiv am Dorfleben teilzunehmen. Wird dies geschätzt? Welches sind aus heutiger Sicht meine wirklichen Freunde, die um mich trauern würden und die mein Ableben schmerzen würde?

Tausend Fragen, die nicht nur nachdenklich stimmen, sondern auch dazu anregen, sich um gute Freundschaften zu kümmern. Etwas, das mir manchmal schwer fällt. Ich habe eine tolle und grosse Familie und den besten Freund der Welt. Da kommen andere Freundschaften manchmal etwas kurz.
Ja, die eigene Endlichkeit des Seins ist begrenzt. Und wir kennen das Ende nicht. Es belibt uns aber die Gewissheit, dass wir schon heute so leben können und sollen, dass wir jederzeit rückblickend stolz und zufrieden sein können mit dem Erlebten und Erreichten.
Lebe so, dass du jederzeit gehen könntest!

Quelle Bild: http://www.foto-motive.de/galerie/me/well.jpg

Soll ich? Soll ich nicht?

Von priskagruetter @ 09:54 [ persönliches & diverses ]
Twingo

Nachdem ich am Samstag, dank einem Tipp, in einem nahen Dorf einen schwarzen Twingo für 3900.- entdeckt habe, darf ich nun heute das putzige kleine Auto probefahren. Das Auto hat zwar schon einige Kilometer (deshalb der Preis), sieht aber gut erhalten aus und ist ab Motorfahrzeugkontrolle zu kaufen, was doch gar nicht so übel tönt.
Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher, ob ich ein Auto kaufen will, aber wenn ich dadurch wirklich meinen Arbeitsweg mindestens um die Hälfte verkürzen könnte, dann muss ich mir dieses unökologische Vorgehen wirklich ins Auge fassen.
Die Welt möge mir diesen eventuellen Schritt verzeihen und ich habe auch ein sehr schlechtes Gewissen. Es ist aber auch ärgerlich, dass unser Dorf direkt an den Kanton Luzern angrenzt und eigentlich nicht so weit von Luzern (mein zukünftiger Arbeitsort) entfernt ist, aber ich von Bern aus, das doch wesentlich weiter von Luzern entfernt ist, schneller in Luzern wäre als von meinem Heimatdorf Roggwil. Tja, da muss noch etwas gehen im ÖV, damit sich das Umstellen von Auto auf ÖV auch für die Landeier wirklich lohnt! Ich werde mich dafür einsetzen!

Quelle Bild: http://images.google.ch/imgres?imgurl=http://sportpool.tv/pictures/kfz/twingo.jpg&imgrefurl=http://sportpool.tv/html/info_kfz.html&h=420&w=600&sz=29&hl=de&start=4&tbnid=slseTk4aJjbFOM:&tbnh=95&tbnw=135&prev=/images%3Fq%3Dtwingo%26gbv%3D2%26hl%3Dde%26sa%3DG

2008-02-25

Hotelfachfrauen bei den drei Eidgenossen

Von priskagruetter @ 21:49 [ nationale Politik ]
drei Eidgenossen

Heute Nachmittag habe ich mich wieder einmal, zusammen mit einer Klasse angehender Hotelfachfachfrauen aus dem Schulhotel Interlaken, auf einen Bundeshausrundgang begeben. Auch wenn ich dieses wichtige Gebäude und die Vorgänge in seinem innern langsam kenne, so ist die Führung, und vorallem die Kunsthistorischen Teile, immer wieder interessant.
Der Grund, weshalb ich mich auf diese Führung begeben habe: der ABU- (Allgemeinbildungsunterricht) Lehrer des Schulhotels Interlaken hat eine politisch engagierte junge Person gesucht, mich gefunden und eingeladen, um seiner Klasse die Politik jugendgerecht näher zu bringen versuchen.
Anschliessend an die Bundeshausführung begaben wir uns, nach einem kleinen Sicherheitsproblem, zum Hotel Bellvue, wo wir in einem Sitzungsraum (leider fast zu wenig) Zeit hatten, um über mien bisheriges politisches Engagement zu sprechen und Fragen zu diskutieren. Eigentlich hätte ich noch viel mehr sagen wollen, hingegen auch gerne mehr Zeit für Fragen und Diskussionen gehabt. Ich muss an meinem Klassen-Besuch-Konzept noch etwas arbeiten...
Nun, die Frauen waren aufgestellt und interessiert und die Begegnung hat mir echt Freude gemacht. Ich hoffe sehr, den Frauen aufgezeigt zu haben, Politik bei der Mitgestaltung im eigenen Dorf beginnt und nicht all zu schwer ist.
Danke an dieser Stelle dem Lehrer für die Einladung und den Auszubildenden für die grosse Aufmerksamkeit!

Quelle Bild: http://www.verena-zellweger.ch/images/44/Bundeshaus-innen-1.jpg

2008-02-22

Interessante Polit-Paare...

Von priskagruetter @ 13:46 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
...gibt es mehr als man denkt!
Gestern Abend spät, kurz vor meinem Entfliehen in die Welt der Träume, habe ich schon fast routinemässig die letzten News auf 20min.ch durchgeschaut. Und da sehe ich eine fette Schlagzeile mit "Jositsch und Galladé ...". Die politische Zusammenarbeit der beiden kennt man seit dem Wahlkampf (Jugendgewalt-Massnahmenplan) bestens. So fragte ich mich automatisch, was denn die beiden wieder für politische Ideen ausgeheckt haben könnten. Aber nein, nicht politisch, auch privat haben die beiden gemeinsame Ideen bzw. neuerlich einen gemeinsamen Weg.
Eigentlich, ganz nüchtern und vernünftig und politisch gesehen, spielt dies gar keine Rolle. Was interessiert es uns, die wir Leute wählen, um unser Land vorwärts zu bringen, wer mit wem im Privaten was genau macht? Ist doch völlig unwichtig! Natürlich!
Aber ganz ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich solche Geschichten trotzdem irgendwie spannend finde. Und sie gehören halt zur Politik. Und machen die Politik durch menschliche Würze noch viel spannender. Und manchmal ist es hilfreich zu wissen, welche Nationalrätin mit wem liiert war und welcher Nationalrat nähere Beziehungen zu wem hat. Schon nur um den zahlreichen Fettnäpfchen, die in Gesprächen lauern, zu entgehen.
Die Politik führt halt, ebenso wie die Arbeit oder andere Freizeitbeschäftigungen, Menschen näher zusammen. Und da fruchtet die Liebe. Ist doch was schönes.
Dies ist übrigens in der regionalen Politik genauso wie in der nationalen. Wer regelmässig den Blog von reto.m liest, kennt ein paar unserer (Liebes-)Geschichten. Auch ich habe Reto durch die Politik kennen gelernt. Und Retos vorherige Freundin ist eine gute (Partei-)Kollegin, mit der ich politisch viel zu tun habe.
So ist das Leben. So ist die Politik. Und so funktioniert Tratsch. Spannend, oder? Oder muss ich mich schämen dafür, dies spannend zu finden?

2008-02-21

Sozis fahren Poitiker mit dem Auto nach Hause

Von priskagruetter @ 00:58 [ Dorf- und Regionalpolitik ]
Mein Abend war auch heute wieder voll der Politik. Nach einer Sitzung der JUSO Bern-Nord Oberaargau stiess ich nachträglich zum Jahresessen einer politischen Gruppierung aus dem Nachbarstädtchen, deren Namen ich zu deren Schutz hier nicht erwähnen will, in einem unserer Dorf-Restaurants.
Dazustossen durfte ich, weil mein Liebster dort zugehörig ist. Ich bin dann auch pünktlich zum Dessert angekommen. Die Gesellschaft war heiter und man hatte viel Spass.
Leider wusste dann niemand so recht, wann genau das letzte Zügli, erstaunlicherweise das Verkehrsmittel mit dem die Gruppe angereist war, fährt. Nach einem (ver)Blick(en) in den Fahrplan vertraute man auf die spätere Zeit, die als Möglichkeit genannt wurde. Aufgrund meiner Verspätung reiste ich mit dem Auto, welches mir mein Liebster netterweise ausgeliehen hatte, an. Und ich versprach, ihn nach Hause zu fahren.
Die Gruppe marschierte also Richtung Bahnhöflein, Reto und ich setzten uns ins Auto. Mein Gefühl, die Gruppe könnte sich in der Abfahrtszeit getäuscht haben, veranlasste uns, kurz beim Bahnhöflein vorzufahren und die Abfahrtszeit des letzten Zügleins zu überprüfen. Und der Wiederhall eines Zügleins in weiter Ferne täuschte uns nicht: es war weg.
Welch ein Glück für die Gruppe, dass ich als im Dorf wohnhafte, schnell Zuhause das Familienauto holen konnte, sodass wir mit zweien Autos alle zusammen in ihr Heimatstädtchen chauffieren konnten. Und diese nette Öko-Sünder-Tat wurde ausgerechnet von uns zwei SP-lern vollbracht. Ich bin halt eben doch mehr Sozi als Öko. Immerhin fährt eines der benutzten Autos mit Erdgas. "Gäng das!" :-)

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