Ende WK
| Von priskagruetter @ 14:34 | [ Militär ] |

Nun ist mein WK zu Ende und ich gehöre zu den seltenen Fällen, die nun traurig ist, dass diese tolle Zeit schon vorbei ist.
Die dreieinhalb Wochen waren für mich sehr interessant und bereichernd und ich bin nicht zu so vielen Blog-Einträgen gekommen, wie ich gedacht habe. Auch zum lernen bin ich nicht gekommen, obwohl ich mir das wirklich vorgenommen habe und nächste Woche PRüfungen habe. Dafür habe ich die Zeit genutzt, viel neues gelernt, neue Führungserfahrung gesammelt, viele neue und interessante Leute (bzw bis auf ein weiblicher Soldat nur Männer) kennengelernt und einfach mal erlebt, was WK ist.
Wer sich nun fragt, was für mich an einem WK so toll ist, dem versuche ich dies nun zu erklären:
1. wie schon oft erwähnt, lernt man viele Leute kennen, was mir als sehr gesellige Person sehr gefällt.
2. durfte ich einige organisatorische Aufgaben wahrnehmen, was ich ebenfalls gerne mache. Ich hatte mit meinem Zug einen Aussenstandort, wo ich die höchste war und somit dafür schauen musst, dass alles funktioniert und alle wussten, was ihre Aufgabe ist.
3. trug ich dei Verantwortung für "meine" Leute. Die höchste zu sein, heisst nicht in erster Linie zu "befehlen" und "herum zu schreien" sondern viel eher zu schauen, dass alles funktioniert und die Verantwortung für das ganze Geschehen und die Abläufe zu tragen. Ich war immer überall für die kleinen und grossen Probleme da und gab mir Mühe, diese zur Zufreidenheit aller zu lösen (was wirklich nicht immer einfach war!). Wohl deswegen wurde ich manchmal scherzhaft "Bunker-Mami" genannt. Eine Bezeichung, die mir gar nicht so schlecht gefiel. Eine Mutterrolle ist doch eine schöne und dankbare Rolle. Ich spreche zwar nicht aus Erfahrung, habe aber trotzdem ein positiv geprägtes Mutter-Bild.
4. konnte ich für dreieinhalb Wochen legal die Uni schwänzen und alle Sitzungen und Termine absagen, ohne als faul o.ä. zu gelten. WK ist Verfassungspflicht. Auch für Frauen, sobald sie per Unterschrift bestätigen, diese Pflicht zu wollen. Somit war der WK für mich halt doch auch auf eine Art grüne Ferien.
5. war der WK super, weil wir eine tolle Kompanie mit einem super Kadi und vielen anderen fähigen, engagierten und tollen Leuten sind. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle für die gute Zusammenarbeit (ganz besonders meinen Unteroffizieren, die mich in meinem ersten WK so super unterstützt haben und den Soldaten und Gefreiten in meinem Zug, die meine WK-Unerfahrenheit nicht ausgenutzt habe!)
Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten WK!


